Neues Tierschutzgesetz

Leider können wir ab 1. Juli 2017 keine Hunde mehr aufnehmen und auch keine Vermittlungshilfe mehr leisten.

Aufgrund des neuen Tierschutzgesetzes ist es uns nicht erlaubt, die Tiere zu inserieren, plakatieren bzw. zu veröffentlichen. 

Einfach zum Weinen: Das neue Tier"schutz"gesetz 2017

Schon einmal darüber nachgedacht was passiert, wenn es in Österreich keine Tierschutzvereine oder privaten Pflegestellen mehr gibt? Die Antwort liefern wir frei Haus: Wenn Tierschutzvereine oder private Pflegestellen keine Tiere mehr aufnehmen, dann können diese nur noch in Tierheime gebracht werden. Und hier liegt auch schon der Hund begraben.

 

Oft werden Tierschutzvereine (und wir sprechen aus langjähriger Erfahrung) von Tierärzten kontaktiert und um Hilfe gebeten: Halter sind überfordert; wollen ein gesundes Tier einschläfern; Fundtiere werden beim Tierarzt abgeliefert etc. pp. Im Tierheim ist „außerhalb der Öffnungszeiten“ selten jemand erreichbar. Oder man platzt dort aus allen Nähten, will und kann keine Tiere mehr aufnehmen.

 

Wohin also mit den Vierbeinern? Auf die Straße? In Tötungsstationen? Ein unrealistisches Szenario ist das, sehr geehrter Leser, keineswegs. Zumindest dann, wenn man das neue so genannte „Tierschutzgesetz“ als Vorlage nimmt.

 

Es schreibt (anbei in stark verkürzter Form) nämlich folgendes fest:

 

• Vereine, die kein Tierheim in Österreich betreiben, dürfen ihre Schützlinge nicht mehr im Internet anbieten. Die Tierschutzorganisationen benötigen eine Betriebsstätte und ausreichend qualifiziertes Personal, um weiterhin inserieren zu dürfen.

 

• Pflegestellen dürfen nur über einen Verein mit Tierheim inserieren. Pflegestellen müssen darüber hinaus einen eigenen, leicht zu reinigenden Quarantäneraum mit mindestens 15 m² vorweisen können. Und nein: Ein Badezimmer kommt dafür nicht in Frage.

 

• Ein Vertragstierarzt muss innerhalb von 48 Stunden die Gesundheit des Tiers bestätigen. (Wer jemals einen Hausbesuch vom Tierarzt hatte, weiß, wie hoch die Kosten sind).

 

Dieses Tierschutzgesetz macht unsere Tiere zur Sache. Und geht völlig am Thema vorbei.

Kleine, private Tierschutzvereine sind an 365 Tagen im Jahr jeweils 24 Stunden lang erreichbar – und wenn es sein muss, auch rund um die Uhr im Einsatz. Es gibt keine Bürozeiten, keine Feiertage, keine Anrufbeantworter mit der Auskunft, es doch bitte während der Betriebszeiten noch einmal zu probieren.

 

Kleine, private Tierschutzvereine kümmern sich aufopfernd um ihre Schützlinge, suchen engagiert nach guten Pflegeplätzen. Verletzte Tiere werden umgehend medizinisch versorgt, in Kliniken oder zu Tierärzten gefahren. Für Menschen, die einem Tier helfen möchten und uns (d.h. einen Verein) kontaktieren, entstehen keinerlei Kosten.

 

Wir Vereine leben buchstäblich den Tierschutz. Wir lieben unser "Hobby", denn ein solches ist es: Für unsere Arbeit erhalten wir keinen Cent. Das gilt auch für unsere Pflegestellen.

 

Was die Politik im neuen „Tierschutzgesetz 2017“ beschlossen hat, ist gänzlich unreflektiert und fern jeder vernünftigen Praxis. Das Gesetz geht in Sieben-Meilen-Stiefeln an dem vorbei, was sich als zielführend und dem Zwecke dienlich herausgestellt hat. Je nach Temperament ist der echte Tierschützer daher geneigt, loszuschreien oder still vor sich hinzuweinen.  

 

Was soll mit den vielen Tieren geschehen, die auf einer Pflegestelle leben und auf „ihren Menschen“ warten? Ab in eines der überfüllten Tierheime? Und wenn die ihre Tore nicht mehr öffnen: einschläfern?

 

Wir Tierschutzvereine, die kein Tierheim im Inland betreiben, leisten einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz. Wir kümmern uns darum, dass „herrenlose“ Tiere gut versorgt sind, tierärztliche Hilfe erhalten, gut sozialisiert werden und einen neuen Besitzer bekommen. Alles passiert auf freiwilliger, unentgeltlicher Basis. Entstandene Kosten werden mit Spendengeldern gedeckt – und nicht mit Zuschüssen, die wir vom Staat erhalten.

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